
Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge verwaltet im Bezirk Lichtenberg die meisten Mietwohnungen. Das landeseigene Unternehmen hat seinen Geschäftssitz zwar am Stefan-Heym-Platz 1, unweit von U- und S-Bahnhof Frankfurter Allee. Aber wer postalisch mit diesem Berliner Unternehmen in Kontakt treten möchte, muss seinen Brief an das Postfach 10 03 19 in 57 003 Siegen senden. Aber warum muss die Post an eine Adresse in Nordrhein-Westfahlen und nicht an die Berliner Adresse der Howoge gesandt werden? Mit einer Schriftlichen Anfrage baten wir den Senat um Aufklärung.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen überließ dem landeseigenen Wohnungsunternehmen der Zuständigkeit halber die Beantwortung. „Die Howoge nutzt einen Dienstleister zur Digitalisierung von Post“, teilt das Unternehmen mit. „Um lange Postlaufzeiten zu vermeiden, geben wir daher unser Postfach in Siegen direkt als Absende- und Korrespondenzadresse an. Dadurch werden Kapazitäten in der Bewirtschaftung effektiver gestaltet.“ Das heißt also, dass die Briefpost offenbar nur noch digitalisiert am Berliner Standort der Howoge ankommt.
Aber wann können die Mieter bei diesem Procedere mit einer Antwort auf ihre Fragen oder eine Bearbeitung ihrer Anliegen rechnen? „Die durchschnittliche Bearbeitungszeit beträgt vier Tage, wobei 86 Prozent der Anliegen innerhalb von drei Tagen beantwortet werden“, teilt die Howoge mit.
Eine weitere Veränderung in Punkto Kommunikation, die die Mieter der Howoge mitbekommen haben: Das Format der Mieterzeitschrift „Mieteinander“ wurde von A4 auf A5 reduziert, und auch der Umfang der Publikation ist geringer. Was sind die Gründe dafür? Eventuelle Einsparungen waren nicht der Grund für diese Reduzierungen, stellt die Howoge klar. „Zum einen wird damit den veränderten Kommunikationsgewohnheiten entsprochen und zum anderen gab es aus der Mieterschaft die Rückmeldung, dass der Umfang der Zeitschrift zu groß sei“, heißt es von der Howoge.
Die Resonanz der Mieter auf die Reduzierung des Umfangs der Zeitschrift sei positiv, schätzt das landeseigene Wohnungsunternehmen ein, „da uns bereits vorher häufig kommuniziert wurde, dass diese zu umfangreich sei.“
Die vollständige schriftliche Anfrage finden Sie hier.
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