Linie U5 - Durch Lieferengpässe gibt es mehr Kontrollen

Linie U5 - Durch Lieferengpässe gibt es mehr Kontrollen
20.03.2025

Auf der U-Bahnlinie U5 kommt es sein einigen Wochen immer wieder zu Zugausfällen. Außerdem fahren vermehrt Kurz-Züge. Welche Gründe gibt es dafür? Das wollten Danny Freymark, Lilia Usik und Prof. Dr. Martin Pätzold mit einer Schriftlichen Anfrage im Abgeordnetenhaus vom Senat wissen. Dieser bat die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) um Stellungnahme, um sachgerecht auf die Fragen antworten zu können.

Die Zuverlässigkeit der Züge auf der U-Bahnlinie 5 lag im Dezember 2024 noch bei 98,2 Prozent. Im Februar lag sie indes nur noch bei 95,9 Prozent. Die Streiktage sind dabei allerdings bereits herausgerechnet. Hinzu kommt, dass mehr verkürzte Züge als üblich im Einsatz waren und sind. Im Zeitraum Dezember 2024 bis Februar 2025 wurden 2.558 von 35.511 stattgefundenen Fahrten auf der Linie U5 mit Kurz-Zügen absolviert, teilt die BVG auf unsere entsprechende Frage hin mit. „Dies entspricht einer Quote von 7,2 Prozent.“

Auch wenn bei dieser Quote der Anteil des planmäßigen Einsatzes von Kurz-Zügen berücksichtigt ist, waren es weit mehr Kurz-Zug-Fahrten als üblich. Denn: Auf der U-Bahnlinie U5 werden sonst nur „in den Verkehrszeiten mit geringerer Nachfrage Kurz-Züge planmäßig eingesetzt“, so die BVG. Das heißt, „üblicherweise erfolgt der Einsatz von Kurz-Zügen von Montag bis Donnerstag ab etwa 21.30 Uhr, Freitag ab zirka 22.30 Uhr, Samstag vor 8.30 Uhr und nach 22.30 Uhr und Sonntag vor 12 Uhr und nach 20 Uhr.“ Außerhalb dieser Zeiten fahren normalerweise keine Kurz-Züge.

Doch weshalb kommt es zu Verspätungen auf der Linie U5? Warum werden verkürzte Züge eingesetzt? Wieso werden Fahrten auch immer wieder ganz gecancelt? Dazu teilt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt mit: „Zu den Gründen verweist die BVG auf Lieferengpässe bei der Materialversorgung seitens der externen Lieferanten.“ Wegen dieser Lieferengpässe müssen „zusätzliche Regelkontrollen an den Fahrzeugen der Baureihe IK stattfinden, um weiterhin die Sicherheit im Fahrbetrieb gewährleisten zu können.“

Aufgrund dieser verstärkten Kontrollen an den Zügen stünden, auf dem vom restlichen U-Bahnnetz Berlins getrennten Streckennetz der Linie U5, die Fahrzeuge für den Fahrgasteinsatz nicht in gewohntem Maße zur Verfügung, heißt es weiter aus der Senatsverwaltung. Das ist auch ein Grund, weshalb auch außerhalb der sogenannten Nebenzeiten seit geraumer Zeit häufiger Kurz-Züge auf der Linie U5 im Einsatz waren und sind. Damit wolle man Verspätungen minimieren und die Auswirkungen auf die Fahrgäste auf einem möglichst geringen Niveau halten, heißt es ergänzend von der BVG.

Eine Entspannung der Situation wird es wohl erst geben, wenn die Lieferengpässe behoben sind. Denn wird die Linie U5 hoffentlich wieder in dem Takt verkehren können, der laut Fahrplan für die vorgesehen ist: In den Hauptverkehrszeiten alle vier beziehungsweise fünf Minuten auf der gesamten Strecke. In den Nebenverkehrszeiten wird ein Fünf-Minuten-Takt angeboten, außer zwischen Kaulsdorf-Nord und Hönow. Hier gibt es einen Zehn-Minuten-Takt. In den sogenannten Schwachverkehrszeiten wird im gesamten Abschnitt im Zehn-Minuten-Takt gefahren und im Nachtverkehr Freitag und Samstag sowie Samstag und Sonntag ein 15-Minuten-Takt.

Weitere Infos finden Sie in unserer Schriftlichen Anfrage DateiDownload (187 KB)